Dec 01, 2025

Kollagen Pulver – Der klare Ratgeber– Zusammensetzung, Herstellung und Verwendung

Auswahl proteinreicher Lebensmittel wie Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse und Fisch auf einem Tisch

Kollagen: Was es ist, wie es verarbeitet wird und wie es einzuordnen ist

Kollagen ist ein Begriff, der im Zusammenhang mit Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln häufig verwendet wird. Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten darüber, was Kollagen chemisch betrachtet ist, wie es verarbeitet wird und wie es sich von anderen Proteinquellen unterscheidet. Dieser Beitrag gibt eine sachliche Einordnung und erläutert zentrale Begriffe wie hydrolysiertes Kollagen, Molekülgröße oder Peptan®.

Was ist Kollagen?

Kollagen ist das mengenmäßig häufigste Protein im menschlichen Körper. Es gehört zur Gruppe der Strukturproteine. Chemisch besteht Kollagen aus langen Ketten von Aminosäuren, die sich zu einer charakteristischen Tripelhelix-Struktur zusammenlagern.

Typisch für Kollagen ist seine besondere Aminosäurezusammensetzung. Es enthält vor allem hohe Anteile an Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Diese Zusammensetzung unterscheidet Kollagen von vielen anderen Proteinen, wie sie in der täglichen Ernährung vorkommen.

Kollagen kommt ausschließlich in tierischen Organismen und bei Menschen vor. Pflanzen enthalten kein Kollagen.

Kollagen im menschlichen Körper

Der menschliche Körper bildet Kollagen selbst. In der Fachliteratur wird häufig beschrieben, dass Kollagen einen erheblichen Anteil des gesamten körpereigenen Proteins ausmacht. Es ist Bestandteil verschiedener Gewebe, darunter Bindegewebe, Knochen und Knorpel. Diese Angaben beschreiben die biologische Zusammensetzung des Körpers.

Was ist hydrolysiertes Kollagen?

Natürliches Kollagen liegt als großes, komplex gefaltetes Protein vor. Aufgrund dieser Struktur ist es schlecht löslich und technisch nur eingeschränkt verarbeitbar.

Hydrolysiertes Kollagen entsteht durch eine gezielte enzymatische Spaltung von Kollagen. Dabei werden die langen Proteinstrukturen in kürzere Ketten – sogenannte Peptide – zerlegt. Chemisch betrachtet handelt es sich weiterhin um Proteinbestandteile, jedoch mit geringerer Molekülgröße und vereinfachter Struktur.

Diese Form wird in Nahrungsergänzungsmitteln bevorzugt eingesetzt, da sie gut löslich, geschmacksneutral und technisch stabil ist.

Molekülgröße und Kollagenpeptide

Die Molekülgröße von Proteinen und Peptiden wird in Kilodalton (kDa) angegeben. Während natives Kollagen sehr hohe Molekülmassen aufweist, liegen Kollagenpeptide – abhängig vom Herstellungsverfahren – meist im Bereich von wenigen Kilodalton.

Die Angabe der Molekülgröße dient der Beschreibung technischer Eigenschaften wie Löslichkeit, Homogenität und Verarbeitbarkeit.

Kollagen im Vergleich zu Proteinen aus Lebensmitteln

Kollagen ist ein Protein und liefert Aminosäuren. Auch Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte oder Getreide enthalten Proteine, die im menschlichen Stoffwechsel verarbeitet werden.

Ein Unterschied liegt in der Aminosäurezusammensetzung. Kollagen enthält hohe Anteile an Glycin, Prolin und Hydroxyprolin, während viele klassische Nahrungsproteine ein breiteres Aminosäurespektrum aufweisen, einschließlich aller essentiellen Aminosäuren.

Unabhängig von der Proteinquelle gilt: Proteine werden im Verdauungssystem in ihre Bestandteile zerlegt. Die Unterschiede zwischen den Proteinquellen beschreiben vor allem ihre chemische Struktur und Zusammensetzung.

Kollagen und vegane Kollagenalternativen

Kollagen kommt ausschließlich in tierischen Organismen vor und ist daher nicht vegan. Produkte, die als „vegane Kollagenalternativen“ bezeichnet werden, enthalten kein Kollagen und keine Kollagenpeptide.

Stattdessen bestehen sie aus anderen Inhaltsstoffen, etwa pflanzlichen Proteinen, einzelnen Aminosäuren oder Mikronährstoffen. Diese Produkte unterscheiden sich chemisch eindeutig von Kollagen. Die Bezeichnung „vegane Kollagenalternative“ ist daher kein biologischer Fachbegriff, sondern eine beschreibende Produktkategorie.

Was ist Peptan®?

Peptan® ist ein markenrechtlich geschützter Rohstoff für Kollagenpeptide. Er wird aus tierischem Kollagen gewonnen und unter kontrollierten Bedingungen enzymatisch hydrolysiert.

Solche Rohstoffe zeichnen sich durch standardisierte Herstellungsprozesse und eine definierte Peptidgrößenverteilung aus. Dies ermöglicht eine gleichbleibende Qualität und reproduzierbare Verarbeitung in Nahrungsergänzungsmitteln.

Kollagen im rechtlichen Kontext

In der Europäischen Union gilt Kollagen als Lebensmittelzutat beziehungsweise Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln. Zulässig sind sachliche Informationen zu Herkunft, Struktur, Verarbeitung und Zusammensetzung. Aussagen über gesundheitliche Wirkungen unterliegen klaren gesetzlichen Vorgaben.

Fazit

Kollagen ist ein tierisches Protein mit charakteristischer Struktur und spezifischer Aminosäurezusammensetzung. In Nahrungsergänzungsmitteln wird es häufig in hydrolysierter Form eingesetzt, da diese technisch gut handhabbar ist. Die Molekülgröße beschreibt strukturelle Eigenschaften des Rohstoffs. Kollagen unterscheidet sich sowohl von klassischen Nahrungsproteinen als auch von sogenannten veganen Alternativen durch seine chemische Beschaffenheit.