Dec 18, 2025 Blog

Worauf sollte man beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln achten?

Verschiedene Tabletten und Kapseln als Symbolbild für Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Sie werden eingesetzt, um die tägliche Ernährung gezielt zu ergänzen – etwa mit Vitaminen, Mineralstoffen oder anderen Nährstoffen. Gleichzeitig ist der Markt groß und für Verbraucher oft schwer zu überblicken. Umso wichtiger ist es, beim Kauf auf bestimmte Qualitäts- und Transparenzkriterien zu achten.

1. Die Zutatenliste: Klar, vollständig und verständlich

Ein zentrales Kriterium beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln ist die Zutatenliste. Diese muss vollständig und gut lesbar auf der Verpackung angegeben sein. Hochwertige Produkte zeichnen sich dadurch aus, dass alle Inhaltsstoffe klar benannt sind und keine unnötigen Sammelbegriffe verwendet werden.

Darüber hinaus sollten die Mengenangaben pro empfohlener Tagesportion transparent ausgewiesen sein. Nur so können Verbraucher nachvollziehen, welche Nährstoffe in welcher Menge enthalten sind. Je klarer und verständlicher die Deklaration, desto besser lässt sich ein Produkt einordnen und mit anderen vergleichen.

2. Zusatzstoffe: Weniger ist oft mehr

Viele Nahrungsergänzungsmittel enthalten Zusatzstoffe wie Trennmittel, Füllstoffe, Farbstoffe oder Überzüge. Diese sind zwar rechtlich zulässig, jedoch nicht immer erforderlich. Gerade bei Produkten zur täglichen Einnahme achten viele Verbraucher darauf, dass die Rezeptur möglichst reduziert ist.

Produkte mit einer transparenten Zutatenliste und ohne unnötige Zusatzstoffe können ein Hinweis auf einen bewussteren Umgang mit der Produktformulierung sein. Auch der Verzicht auf künstliche Farb- oder Süßstoffe wird von vielen Kunden als Qualitätsmerkmal wahrgenommen.

3. Herkunft und Produktionsort: Transparenz schafft Vertrauen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage nach dem Produktionsort. Seriöse Hersteller machen hierzu klare und nachvollziehbare Angaben. Besonders relevant sind dabei:

  • die Herstellung innerhalb der EU oder in Deutschland

  • die Einhaltung europäischer Lebensmittel- und Hygienestandards

Die Produktion in Europa unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben. Für viele Verbraucher ist dies ein wichtiges Entscheidungskriterium, da es für ein hohes Maß an Kontrolle und Produktsicherheit steht.

4. Laboranalysen und Qualitätskontrollen

Ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung bei Nahrungsergänzungsmitteln sind Laboranalysen der angebotenen Produkte. Diese dienen dazu, die Sicherheit und Qualität der Produkte zu überprüfen und die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen sicherzustellen.

Viele Hersteller lassen ihre Produkte von externen, unabhängigen Laboren untersuchen. Dabei werden unter anderem folgende Aspekte geprüft:

  • mikrobiologische Parameter, wie mögliche Keimbelastungen

  • Schwermetalle im Rahmen der gesetzlich festgelegten Grenzwerte

  • die Einhaltung definierter Rohstoff- und Produktspezifikationen

Solche Prüfungen tragen dazu bei, potenzielle Verunreinigungen frühzeitig zu erkennen und eine gleichbleibende Produktqualität zu gewährleisten. Je nach Hersteller erfolgen diese Kontrollen chargenweise oder in regelmäßigen Abständen.

Hinweise auf laborgeprüfte Qualität können für Verbraucher ein zusätzliches Orientierungskriterium sein. Wichtig ist dabei, dass Laboranalysen der Qualitätssicherung dienen und keine Aussagen über bestimmte Wirkungen oder gesundheitliche Effekte eines Produkts treffen.

5. Markenrohstoffe und standardisierte Zutaten

Einige Nahrungsergänzungsmittel enthalten sogenannte Markenrohstoffe. Dabei handelt es sich um standardisierte Inhaltsstoffe, die von spezialisierten Rohstoffherstellern stammen und nach definierten Qualitätskriterien produziert werden.

Mögliche Vorteile solcher Rohstoffe können eine gleichbleibende Qualität, eine nachvollziehbare Herkunft und klar definierte Spezifikationen sein. Ob ein Produkt Markenrohstoffe enthält, ist in der Regel transparent gekennzeichnet und kann ein weiteres Entscheidungskriterium darstellen.

6. Dosierung und Verzehrempfehlung

Auch die Dosierung spielt eine wichtige Rolle. Diese sollte klar angegeben sein und sich an den geltenden gesetzlichen Vorgaben orientieren. Eine realistische Verzehrempfehlung erleichtert die Integration in den Alltag.

Seriöse Anbieter vermeiden unnötig hohe Dosierungen und kommunizieren deutlich, wie und in welcher Menge ein Produkt verzehrt werden sollte. Dabei gilt: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung.

7. Rechtliche Kennzeichnung und Pflichtangaben

Abmahnsichere Nahrungsergänzungsmittel erfüllen alle gesetzlichen Kennzeichnungspflichten. Dazu gehören unter anderem:

  • die Bezeichnung „Nahrungsergänzungsmittel“

  • eine vollständige Zutatenliste

  • Nährstoffangaben pro Tagesportion

  • die empfohlene tägliche Verzehrmenge

  • verpflichtende Hinweise, etwa zur Aufbewahrung

Fehlende oder unvollständige Angaben können ein Hinweis auf mangelnde Sorgfalt sein.

8. Seriöse Kommunikation statt überzogener Versprechen

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Art der Kommunikation. Vertrauenswürdige Anbieter verzichten auf übertriebene Werbeaussagen, krankheitsbezogene Versprechen oder nicht zugelassene gesundheitsbezogene Angaben.

Nahrungsergänzungsmittel dienen dazu, die Ernährung zu ergänzen – nicht dazu, Krankheiten zu behandeln, zu lindern oder zu verhindern.

Fazit

Wer beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf Transparenz, geprüfte Qualität und eine sachliche Kommunikation achtet, kann Produkte besser vergleichen und informierte Entscheidungen treffen. Eine klare Zutatenliste, Verzicht auf unnötige Zusatzstoffe, nachvollziehbare Herkunftsangaben und regelmäßige Qualitätskontrollen sind wichtige Kriterien für eine bewusste Auswahl.